DGUV: Erste Hilfe im Betrieb

Nur wer gut vorbereitet ist, kann im Ernstfall Leben retten!

 

06.09.2018

Gute Vorbereitung kann im Ernstfall Menschenleben retten. Deshalb sollten alle im Betrieb wissen, wie bei einem Notfall vorzugehen ist. Darauf weisen die Berufsgenossenschaften und Unfallkassen im Rahmen ihrer Präventionskampagne kommmitmensch hin. Besonders wichtig: eine gute Organisation der Ersten Hilfe und die Kommunikation des Themas im Betrieb.

Wichtige Informationen zur Ersten Hilfe im Vorfeld kommunizieren

Ein grundlegendes Instrument, um alle im Betrieb für Notfälle vorzubereiten, ist die jährliche Unterweisung. Hier werden wichtige Informationen zum Ablauf der Ersten Hilfe an die Beschäftigten weitergegeben. Folgende Aspekte sind von Bedeutung:

  • Welche Personen sind Ersthelfer im Betrieb und wie sind diese zu erreichen?
  • Wo und wie kann ein Notruf abgesetzt werden?
  • Wem ist der Unfall zu melden?
  • Wo befindet sich das Erste-Hilfe-Material, z.B. Verbandkästen oder ggf. Automatisierte Defibrillatoren?
  • Wie werden Rettungseinheiten an den Notfallort geleitet?

"Um die jährliche Unterweisung besonders eindrücklich zu machen, bietet es sich auch an, den Beschäftigten im Betrieb zum Beispiel konkret zu zeigen, wo sie Defibrillatoren finden und vorzuführen, wie die Sprachsteuerung eines Automatisierten Defibrillators gestartet wird", erklärt Dr. Horst Reuchlein von der Verwaltungs-Berufsgenossenschaft (VBG) und Leiter des Fachbereiches Erste Hilfe der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV). "Denn je konkreter eine Unterweisung ist, desto besser sind die Mitarbeiter auf den Notfall vorbereitet." Auch in Form eines Aushanges, zum Beispiel des Erste-Hilfe-Plakates müssen die Beschäftigten über Notruf, Erste-Hilfe-Material und entsprechendes Erste-Hilfe-Personal informiert werden.

Die Erste Hilfe wirksam organisieren

"Grundvoraussetzung für eine gute Erste Hilfe im Betrieb ist natürlich, dass Ersthelfer im Betrieb vom Unternehmen benannt und deren Namen sowie Arbeitsplätze kommuniziert werden", so Reuchlein. "Unternehmen sind dazu verpflichtet je nach Betriebsgröße eine bestimmte Anzahl an Ersthelfern ausbilden und regelmäßig fortbilden zu lassen." Ersthelfer müssen bei einem Notfall einsatzbereit sein und helfen. Auch leichtere Verletzungen müssen im Rahmen der Ersten Hilfe versorgt werden. Gegebenenfalls muss der Transport zur ärztlichen Behandlung in die Wege geleitet werden. Darüber hinaus können Ersthelfer auch damit beauftragt werden, Erste-Hilfe-Leistungen zu dokumentieren. Als weitere Aufgabe kann dem Ersthelfer auch die Kontrolle über das Erste-Hilfe-Material, wie den Verbandkasten übertragen werden.

Ersthelfer leisten einen wichtigen Beitrag zur Sicherheit und Gesundheit im Unternehmen und tragen somit zu einer positiven Präventionskultur bei.

 

Quelle: https://www.dguv.de/de/mediencenter/pm/pressearchiv/2018/quartal_3/details_3_344712.jsp

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Unfallversicherungsschutz für Freiwillige Feuerwehrleute

Umfangreicher Unfallversicherungsschutz für freiwillige Feuerwehrleute

Unfallzahlen gehen seit Jahren zurück

18.04.2018

Mehr als 1,3 Millionen Menschen engagieren sich in Deutschland im freiwilligen Feuerwehrdienst. Sie alle stehen dabei unter dem Schutz der Unfallkassen und Feuerwehr-Unfallkassen der Bundesländer. 2016 verzeichneten diese 5458 meldepflichtige Arbeitsunfälle von freiwilligen Feuerwehrleuten, das sind 346 weniger als im Vorjahr. Die Unfallzahlen gehen mit einzelnen Schwankungen seit Jahren zurück. Deutlich angestiegen - um 77 Fälle - ist hingegen 2016 die Zahl der Wegeunfälle: 368 Feuerwehrleute verunglückten auf dem Weg zum Einsatz oder vom Einsatzort nach Hause. Das ist der höchste Stand seit 2010. Für fünf Menschen endete 2016 ein Unfall im Feuerwehrdienst oder auf dem Weg dorthin tödlich. 2110 freiwillige Feuerwehrleute erhielten 2016 erstmals eine Verletztenrente. Das bedeutet: Fast 40 Prozent aller meldepflichtigen Unfälle waren so schwer, dass eine Rentenzahlung notwendig wurde. Renten werden in der gesetzlichen Unfallversicherung ab einer Erwerbsminderung von 20 Prozent gezahlt.

"Diese Zahlen zeigen, wie wichtig eine gute Absicherung ist", sagt Dr. Joachim Breuer, Hauptgeschäftsführer der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung, Spitzenverband der Berufsgenossenschaften und Unfallkassen. "Wer sich im Dienst der Allgemeinheit in Gefahr begibt, muss die Sicherheit haben, dass er sich im Fall des Falles auf die Unterstützung der Allgemeinheit verlassen kann. Die Absicherung für die ehrenamtlich Tätigen der Feuerwehren und des Katastrophenschutzes geht deshalb sogar über die Absicherung bei Arbeitsunfällen von Beschäftigten hinaus."

Abgesehen von den Leistungen, die regulär Beschäftigte aus der gesetzlichen Unfallversicherung erhalten, sehen die Satzungen der Unfallkassen und Feuerwehr-Unfallkassen individuelle Mehrleistungen für freiwillige Feuerwehrleute vor. Grund dafür ist eine besondere Anerkennung für Personen, die ehrenamtlich im Interesse der Allgemeinheit tätig werden. Wie genau die Mehrleistungen geregelt sind, legen Arbeitgeber- und Versichertenvertreter in der Selbstverwaltung der einzelnen Kassen fest.

Dieser umfassende Schutz greift aber nur dann, wenn ein Gesundheitsschaden tatsächlich auf einen Unfall im Dienst zurückgeht und nicht die Folge beispielsweise natürlicher Alterungsprozesse ist. Dr. Joachim Breuer: "Diese Fälle sind selten, sie kommen jedoch vor. Die meisten Bundesländer haben daher inzwischen Härtefallfonds geschaffen, die da helfen können, wo das Gesetz der Unfallversicherung eine klare Grenze setzt. Wir begrüßen diese Fonds, denn sie erbringen Leistungen in einem Bereich, den die gesetzliche Unfallversicherung nicht abdecken kann."

Wie die Auszahlungen aus diesem Fonds organisiert werden, liegt in der Verantwortung der Bundesländer. In einzelnen Ländern kommen die Mittel für diese Unterstützungsleistungen aus dem Landeshaushalt und beziehen alle Feuerwehren ein. In anderen Ländern müssen die Kommunen diese Mittel aufbringen. Im letztgenannten Fall gibt es teilweise Regelungen, dass die Kommunen selbst entscheiden können, ob sie sich an den Fonds beteiligen oder nicht. 

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BESONDERE MAßNAHMEN DER BLUTSTILLUNG

Die Leitlinien zur Reanimation 2015 des European Resuscitation Council1 erwähnen bei stark blutenden äußeren Wunden neben der klassischen Wundversorgung, z. B. durch einen Druckverband, auch den Einsatz so genannter „blutstillender Verbände“ und den Einsatz eines Tourniquets (= Abbindesystems), wenn die herkömmliche Versorgung der Wunde die lebensbedrohliche Blutung nicht zum Stillstand bringt.

Weiterlesen unter:

"Blutstillung"

 

Quelle: http://www.dguv.de/fb-erstehilfe/fachinformationen/index.jsp

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